Philosophie

Die Philosophie des Pipens oder warum pipest du???


Es gibt nur zwei Möglichkeiten, entweder es packt dich und die Pipe lässt dich nicht mehr los, oder du rufst den Tierschutzverein an, in der Nachbarschaft würde eine Katze gequält.
Mich hat´s gepackt! Das erste Mal die Pipe unter den Arm klemmen, die Bordunpfeifen springen an…., sie lebt, vibriert. Dann den Druck erhöhen, die Spielflöte singt. Du bekommst von deiner Umgebung nichts mehr mit; nur noch du und dein Instrument. Ein herrliches Gefühl von Leben!!

Es sind aber auch die unvergesslichen Erlebnisse, beispielsweise eine kirchliche Trauung, wenn eine Pipe den Raum mit einem Amazing Grace erfüllt und man die Besonderheit dieses Augenblicks spürt. Aber auch wenn ich diese emotionalen Momente außer Acht lasse, so bleibt die Pipe doch ein faszinierendes Instrument, dass dazu noch sehr anspruchsvoll zu spielen ist. Nur stetes Üben und Kontrolle durch gut ausgebildete Lehrer bringen den Piper weiter.

Ja …., es ist wichtig eine gute Fingertechnik zu haben. Das sagt der Verstand, und die Erfahrung bestätigt es, aber die wahren Momente sind …. Du spürst den Tune, den Rhythmus und es ist, wenn alles gut läuft- die Pipe gut gestimmt ist, die Finger entspannt sind- als wenn Generationen von Pipern hinter dir stehen würden und sagen, ja, nur so kannst du diesen Tune spielen, dieses Tempo, diese Betonung sind richtig. Solche besonderen Momente, in denen man eins ist mit seinem Instrument, die gibt es wirklich und ich bin glücklich, wenn ich ihnen dieses Gefühl nahe bringen kann.